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Jetzt spioniert sogar schon der Fernseher

Fernsehen mal "andersrum" - Ihr Fernseher schaut jetzt Ihnen zu

 

Recht & GesetzDie Nutzer von E-Books werden schon lange dabei beobachtet, was und wie lange sie lesen. Seit einiger Zeit macht das auch die Deutsche Telekom bei ihrem Digitalfernsehen und überwacht das Nutzungsverhalten ihrer Kunden.

 

Welche Bücher Sie lesen, welche Lieder Sie hören und welche TV-Sendungen Sie sehen wissen Unternehmen wie Apple, Amazon und Co. ziemlich genau. Schließlich nutzen Sie E-Books, MP3-Dateien und verschiedene TV-Sendungen online von iTunes, Amazon und anderen. Die wollen jetzt aber auch wissen, was und wie Sie lesen, hören oder fernsehen. Und sie machen es Ihnen schwer, nicht beobachtet zu werden.

 

"E-Books lesen Dich"

 Unternehmen wie Amazon, Barnes & Noble und andere erfahren, wenn Sie E-Books lesen. Wie lange und wie schnell Sie lesen, an welcher Stelle Sie das E-Book beiseite legen, was sie unterstreichen, was Sie notieren und anderes mehr - alles das speichern die Unternehmen. Das funktioniert, weil die Lesegeräte und Lese-Apps immer mal wieder mit dem Internet verbunden sind und dabei die entsprechenden Daten übertragen.

 

Diese Art der "Konsumforschung" wird jetzt auch beim Fernsehen eingesetzt. In Deutschland von der Telekom, die seit einiger Zeit automatisch speichert, wie Kunden des Digital-TV-Angebotes "Entertain" fernsehen. Dabei wird gespeichert, welche Sendungen aufgenommen werden, wann der Dienst genutzt wird, welche Programme ausgewählt werden und wann umgeschaltet wird. Und zwar permanent.

 

Neue Quoten, neue (Geld-)Quellen
Die Daten der Entertain-Kunden werden anonymisiert, ausgewertet und anschließend an die Fernsehsender weitergegeben. Schließlich lässt sich damit richtig Geld verdienen.


Buchverkäufer z.B. kannten bislang nur die Verkaufszahlen. Was dann mit den Büchern geschah, wussten sie nie. Bis jetzt. Und beim Fernsehen werden zwar Einschaltquoten gemessen, das Verfahren ist jedoch mühsam, teuer und ungenau, da es auf Hochrechnungen basiert. Genau diese Zahlen sind aber die Berechnungsgrundlage, wie viel Geld der Anbieter für Werbung verlangen kann.

 

Neu ist jetzt die Menge der untersuchten Zuschauer und damit die Genauigkeit der Daten. Diese Menge ergibt sich aber nur deshalb, weil die Telekom davon ausgeht, dass die Entertain-Kunden nichts dagegen haben. Wer nicht überwacht werden will, muss einzeln widersprechen. Aus Sicht des Datenschutzes ist das "nicht sauber", aber das Verfahren wird häufig verwendet, denn so widersprechen weniger. Bei Amazon z.B. erklärt sich der Nutzer damit einverstanden, dass solche Daten gespeichert werden - etwa "zuletzt gelesene Seiten" oder "Anmerkungen, Lesezeichen, Notizen, Markierungen oder ähnliche Kennzeichnungen, die mit dem Gerät oder der Lese-App gemacht werden". Wer die Nutzungsbedingungen nicht liest, erfährt das nicht einmal.

 

Bei der Telekom werden die Kunden wenigstens per Post informiert, dann noch einmal auf dem Fernsehbildschirm selbst. Um die Datenerhebung abzuschalten, muss ein Kunde über den Receiver die Einstellungen aufrufen, dann sein Benutzerkonto und dann den Bereich Datenschutz auswählen und zur Bestätigung nochmal seine PIN eingeben.

 

Das ist zumindest "mühsam". Warum Telekom und Co. es nicht andersherum machen, liegt auf der Hand (... neue Quoten, neue Geldquellen...). Nur zugeben will das niemand. Fadenscheinige Begründungen wie "Menüführung verbessern", "Programminhalte vertiefen", "Nutzung des TV-Archivs optimieren" und andere lassen grüßen.

 

Die Fernsehsender wollen Quoten, die Anbieter verdienen
Das bisherige Verfahren zur Messung der Einschaltquoten war zwar ungenau, aber es war datenschutzgerecht. Die dafür zuständige GfK sucht 5.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte, die von sich aus einwilligen, ihren TV-Konsum mit einem Messgerät überwachen zu lassen. Die Haushalte bekommen dafür eine Entschädigung: Also Geld. Entertain-Kunden dagegen bezahlen für ihr Fernsehangebot mindestens 36 Euro pro Monat. Und die Überwachung ist da schon "kostenlos" dabei.


Ob das eine gute Nachricht ist...?

 

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