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Privatsphäre: Wer braucht denn sowas...?

Google, Facebook, Apple und Co. Sie haben vor den falschen Angst.

 

Recht & GesetzGoogle (die Datenkrake), Facebook (der Alleswisser), Apple (will auch alles über uns wissen) und viele andere Unternehmen, die zu viele Daten sammeln. Diese "Klagen" hören wir seit Jahren und hören sie noch heute. Nur von wem eigentlich...? Von den Nutzern - also von Ihnen -, von der Presse und von der Politik. Schon seltsam: Darüber wird geklagt und darüber wird berichtet, das wird diskutiert. Und das ist kurzsichtig, es ist - in dieser Art - einfach falsch.

 

Die Geschäftsmodelle von Google, Facebook, Apple und Co. beinhalten eine Datenanalyse. Und auch - obgleich das vielen nicht bewusst ist - eine Art Vertrauensverhältnis mit dem Nutzer. Ja, diese Unternehmen analysieren was Sie suchen, was Sie anklicken, was Sie speichern und was Ihnen gefällt. Aber diese Daten werden dann abstrahiert, d.h. nur die Gesamtmenge ist entscheidend. Denn mal ehrlich: Was bringt es diesen Unternehmen, wenn sie wissen, was Lieschen Müller sucht...? Schon bei Lieschen Meier müsste die ganze Datenerhebung dann nochmal von vorne beginnen.

 

Was viele einfach ignorieren ist, dass die Daten einer Einzelperson für Google und Co. nicht interessant sind. Das eigentliche Interesse liegt hier in den abstrahierten Daten, also in der Gesamtmenge.

 

Deshalb ist die "Wut" dieser Unternehmen auf die Geheimdienste - aus USA und aus Europa - durchaus ehrlich. Denn genau das, was man diesen Unternehmen pauschal immer vorwirft - nämlich die einzelnen Nutzer auszuspionieren - haben NSA, Geheimdienste, Behörden und Politik gnadenlos gemacht.
Merkwürdig ist nur, wie wenig dieses Thema in der Öffentlichkeit behandelt wird, wie wenig Druck auf die Politik gemacht wird und wie ignorant die meisten Bürger damit umgehen. Statt auf die Barrikaden zu gehen gegen Spionage und Dauerüberwachung, die tatsächlich und vollständig in das Privatleben jedes Bürgers eingreift, wird weiter über die vermeintlichen Datenkraken geklagt.

 

Es zeigt sich, dass populäre Schlagzeilen für Medien und für Bürger interessant(er) sind. Wenn es aber um die wirklich relevanten Probleme geht, wird die Medienlandschaft und die Öffentlichkeit plötzlich ganz kleinlaut. Auf die Unternehmen schimpfen geht ja immer, da steckt ja ohnehin nur Geld dahinter und die sind ja sowieso alle böse.

 

Warum funktioniert das nicht bei den wirklich bösen...? Warum regen sich so wenige wirklich über die Machenschaften von NSA, Geheimdiensten, Behörden und Politik auf...? Vielleicht weil sich damit zu befassen tatsächliches Interesse erfordert statt einfachem Nachgeplapper dessen, was der Mainstream meint. Und das ist den meisten dann doch zu anstrengend.

 

Privatsphäre: Wer braucht denn sowas...?
Privatsphäre zu haben ist ein Recht. Das Recht, selbst zu entscheiden, was man anderen über sich mitteilen will. Das Recht, selbst zu entscheiden, sein Leben mit allen Gewohnheiten, Handlungen, Meinungen, Höhen und Tiefen, Gedanken, Ängsten und Gefühlen preiszugeben. Das Recht zu sagen: Das ist privat. Das geht nur mich etwas an.

 

Deshalb hängen Sie Gardinen vor Ihre Fenster, deshalb schließen Sie Ihre Tür ab, deshalb kleben Sie Ihre Briefe zu und deshalb erzählen Sie nicht jedem Wildfremden auf der Straße von dem Problem, das Sie gerade haben oder warum Sie gerade dieses oder jenes Medikament nehmen müssen. Jeder braucht die Möglichkeit, Geheimnisse zu haben. Jeder braucht einen geschützten Raum, in dem er sich selbst ausleben kann, in dem er "er selbst" sein kann.
Unter permanenter Spionage und dauerhafter Überwachung verändern sich die Gewohnheiten, man verhält sich nicht mehr wie immer, sondern man passt sein Handeln und seine Aussagen so an, wie man glaubt dass es erwartet wird. Oder wie es am konformsten ist. Das beweisen entsprechende Experimente immer wieder. Wer überwacht wird, wer sich beobachtet fühlt, der neigt zur Konformität. Auch wenn das unbewusst passiert.

 

Auf der anderen Seite beschreiben viele auf Facebook, wie toll die letzte Party war, wie viel man dabei getrunken hat und wie oft man sich übergeben hat und viele schicken am Ende noch ein Selfie auf Twitter hinterher. Unternehmen kennen unser Konsumverhalten, weil sie beim nächsten Einkauf mit einer 3-Cent-Gutschrift locken. Von Ihren Smartphone-Apps lassen Sie sich orten, damit Sie das Sonderangebot der nächsten Pizzabude nicht verpassen. Demnächst lassen Sie sich vielleicht eine Blackbox im Auto installieren, wenn die Versicherung dafür im Jahr 5 Euro billiger wird.

 

Wen wundert's da noch, dass Politiker, Geheimdienste und Behörden dafür sorgen, dass sämtliche Daten auf Vorrat gespeichert werden, alle Telefone abgehört werden, jede SMS und jede E-Mail mitgelesen wird und jede Bewegung aufgezeichnet wird.

 

Schließlich haben wir doch alle nichts zu verbergen. Oder...? 

Viele meinen bisher vielleicht wirklich, dass sie nichts zu verbergen haben. Und trotzdem ändert sich das Verhalten, wenn man überwacht wird - wie die Experimente zeigen. Und wer den Experimenten nicht glauben will, braucht nur in die historische Vergangenheit zu sehen. Das sollte "den vielen" zu denken geben.

 

Die Argumentation für diese Dauerüberwachung - das Politsprech - ist einfach falsch. Die Totalüberwachung sämtlicher Lebensbereiche, noch dazu mit Totschlagsargumenten wie Terror und Co., beruht auf einer grundsätzlich falschen Annahme: Privatsphäre ist nicht irgend etwas, was großzügig gewährt wird - Privatsphäre ist ein Recht, das jeder hat. Jeder bestimmt für sich selbst, was und wie viel er wem von sich mitteilen möchte. Dieses "Recht" wird derzeit verdreht zu einem "Auskunftszwang" gegenüber Staat und Behörden.

 

Es ist ein Unterschied, ob man jemandem etwas erzählen möchte oder ob man es muss. Oder ob alles einfach so ausspioniert wird, ohne davon zu wissen.

 

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